Jagdwesen

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Der Spaniel – Ein vielseitiger Jagdgebrauchshund

Eine lange Tradition haben die Spanielrassen als zuverlässiger Jagdbegleiter. Das ursprüngliche Haupteinsatzgebiet liegt in der Arbeit vor dem Schuss: Sie sollen das Wild suchen, finden, dann laut jagen und so dem Jäger die Chance bieten, es zu erlegen. Heute werden viele Vertreter dieser Stöberhundrasse auch nach dem Schuss zur Nachsuche und zum Apportieren an Land und im Wasser eingesetzt. Weiter erledigen sie alle Arbeiten eines vielseitigen Jagdgebrauchshundes.

Unsere englischen Spaniels wurden ursprünglich als Buschierhunde gezüchtet. Sie hatten Federwild mit enger Bindung zum Jäger unter der Flinte aufzustöbern. Nach dem Schuss hatten sie das Wild zu apportieren.

Bereits zum Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurden Spaniels nach Deutschland exportiert, wo schon bald der Arbeitsbereich der Hunde erweitert wurde. Nachdem die Spaniels nun im weiteren Umkreis des Jägers stöberten, gewann der vormals verpönte Laut zunehmend an Bedeutung. Denn nur durch den Laut ist es möglich, zu erkennen, ob der Hund gefunden hat und in welche Richtung das Wild läuft. Zudem reagiert das Wild vor dem laut jagenden Hund weit weniger panisch als vor einem stummen Hetzer, so dass es durch die langsamere Flucht leichter angesprochen und gegebenenfalls erlegt werden kann.

Deshalb wird auf unseren Anlagenprüfungen der Spurlaut als wichtigstes Fach geprüft, ohne den die Prüfung nicht bestanden werden kann. Bundesweit werden im Jagdspaniel-Klub jährlich ca. 15 Prüfungen durchgeführt, von JZP, AZP, HZP, HP über GP bis hin zur VSwP.

Spaniels sind feinnasige, leichtführige und apportierfreudige Hunde, die mit großer Begeisterung arbeiten. Aufgrund ihrer guten Führerbindung jagen Spaniels jedoch zumeist nicht allzu weit. Sie leisten hervorragende Arbeit auf der Schweißfährte sowie bei Enten- und Drückjagden und zeigen dabei gute Wildschärfe.

Durch konsequente Zucht haben sich hierzulande die vormals hoch spezialisierten Buschierhunde zu vielseitigen Stöberhunden gewandelt.