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SPANIELS FÜR DIE JAGD - WILLKOMMEN BEIM JAGDSPANIEL-KLUB e. V.

Der English Springer Spaniel im Jagdbetrieb

Der English Springer Spaniel gehört zu der Gruppe der Stöberhunde, dass heißt er wird zum Aufstöbern des Wildes in unübersichtlichem Gelände spurlaut jagend eingesetzt und soll nach dem Schuß das Wild zuverlässig apportieren. Sein jagdliches Einsatzgebiet beinhaltet die Aufgabenbereiche Stöbern, Buschieren, Wasserarbeit, Verlorenbringen und Schweissarbeit.
Der leichtführige English Springer Spaniel zeigt eine unermüdliche Jagdfreude und dank seiner ausgezeichneten Nase und seines Apportierwillens wird er sehr erfolgreich auf Niederwild- und Drückjagden geführt und ist ein Allrounder für die jagdliche Arbeit vor und nach dem Schuß. Er kann bedingt durch seine Körpergröße ( ca. 51 cm Widerristhöhe ) auch größeres Wild apportieren.

ESS Fasan 1

Springfield’s Anais Nin                                                                                                    Foto: Claudia Jäger

Der durch die Jagdpassion ausgelöste Suchwille (ererbte Anlage) und durch die Übung gewonnene Sicherheit des optimalen Gebrauchs der Nase, welches ja insbesondere von einem Stöberhund erwartet wird, arbeitet der ESS sowohl mit hoher, wie mit tiefer Nase. Insbesondere das konzentrierte Suchen mit tiefer Nase nach Bodenspuren oder Fährten veranlassen ihn zum Finden der Beute.
Ob auf der Hasenspur, welche vom Hund spurlaut gearbeitet wird oder bei der Schleppenarbeit wird ein Spaniel mit seiner ausgezeichneten Nase einen ausgeprägten Spurwillen und Spursicherheit, sowie Finderwillen zeigen. Auch bei der Arbeit auf der Schweißfährte ist der Spaniel ein Spezialist und wird regelmäßig auf Schweißprüfungen geführt.
Obwohl der Spaniel ein Stöberhund ist, wird er im Jagdbetrieb auch für die Buschierarbeit eingesetzt. Hierbei lässt er sich sehr gut auf Handzeichen und Pfiff dirigieren.
Auf Drückjagden sind die Spaniels gern gesehene Gäste, da sie das Wild nicht hochflüchtig vor die Büchse des Jägers bringen und durch ihren Spurlaut anzeigen, dass Wild kommt. Einige Spaniels sind neben dem Spurlaut auf Hasen auch auf Fasan oder Fuchs laut. Auch für die Wasserarbeit ist der wasserfreudige Spaniel sehr gut einzusetzen. Für die Suche im Schilf und Bringen von Wasserwild werden Sie in ihm einen einsatzfreudigen Gehilfen haben.

 

Wild Hunter’s Enormous Emily                                                                                           Foto: Anke Lange

Als Stöberhund soll der Spaniel weitausholend in Breite und Tiefe schneidig das Dickungsgelände annehmen und Dornenbewuchs soll ihn nicht von seiner anhaltenden, freudigen Suche abhalten. Dafür sollte der Hund verschiedene Dickungskulturen kennenlernen, auch mal im Maisfeld stöbern und der kluge Spaniel wird bald in Erfahrung bringen, dass in einem bestimmten Revierteil ein Hase, Fasan oder Reh steckt.
Er soll in Erwartung des erhofften Erfolges beharrlich suchen und das gefundene Wild mit signalisierendem Laut aus der Deckung bringen. Bei der Wasser- und Stöberarbeit wird dem Hund stets die Halsung abgenommen.
Ein English Springer Spaniel ist ein Jagdhund, von dem erwartet wird dass er viel Eigeninitiative bei seiner Arbeit zeigt und sein Führer wird sich gut auf ihn verlassen können. Der English Springer Spaniel ist ein sehr intelligenter, führiger, arbeitseifriger Jagdbegleiter mit dem es Freude macht zu arbeiten. Auch zum Ansitz wird er Sie gerne begleiten.
Er ist eben ein echter Allrounder für die Arbeit vor und nach dem Schuß und wenn die Jugendzuchtprüfung/Alterzuchtprüfung, die Herbstzuchtprüfung und die Gebrauchsprüfung absolviert ist, haben Sie einen vielseitigen Jagdkameraden. Es besteht natürlich auch noch die Möglichkeit eine Verbandsschweissprüfung absolvieren.

ESS Drückjagd 1

Henry of the Three Colour Kennel                                                                                          Foto: Ute Ergun

Der English Springer Spaniel besitzt alle Fähigkeiten eines Vorstehhundes mit Ausnahme des Vorstehens und ist somit ebenbürtig in seiner Leistungsvielfalt. Einige ESS zeigen ebenso wie die Vorstehhunde das Wild an, verharren und heben dabei ihren Vorderlauf. Zusätzlich betont auch bei Ihnen die ganz gerade und stille Rutenhaltung das Vorhandensein von Wild in der Nähe.
In der Jägerschaft erfreut sich der ESS in der letzten Zeit zunehmender Beliebtheit und dies ist sehr erfreulich. Besonders die Familienfreundlichkeit des ESS und die Freude bei allem mitzumachen was seine Menschen unternehmen und an jedem Spaß teilzuhaben, aber andererseits als ruhiger Hausgenosse unauffällig zu sein, wenn denn sein Arbeits- und Bewegungsbedürfnis gestillt ist, sind seine Vorzüge.
Allerdings herrscht noch viel Unkenntnis über das Leistungsvermögen im jagdlichen Bereich. Viele Jäger schwören - trotz der wenigen Aufgaben für einen Vorstehhund mangels schwindendem Niederwildbesatz - auf die Ihnen bekannten Vorstehhundrassen, wohl auch, weil sie bisher noch keinen arbeitenden ESS im Revier erlebt haben.
Wer aber einen Springer Spaniel im Revier oder auf Drückjagden mit seiner unermüdlichen Jagdfreude, der ausgezeichneten Nase und dem Apportierwillen hat arbeiten sehen, wird die Gleichwertigkeit und Qualität dieses führigen Jagdbegleiters lieben.
Nun ist aber ein ESS meistens nicht im 1. Feld mit JZP/AZP und HZP fertig ausgebildet; er ist ein Spätentwickler, und Hündinnen sind erst mit zwei Jahren, Rüden mit drei Jahren völlig körperlich und geistig ausgereift.
Um an einer JZP/AZP teilzunehmen sollte der ESS übrigens schon einmal spurlaut gegeben haben. Dieser kann sich allerdings auch erst später festigen. Angemerkt sei, dass nicht jeder ESS spurlaut ist, und auch bei Welpen aus jagdlichen Linien kann der Züchter keine Garantie geben. Jedoch gibt es einige jagdliche Züchter, die sich darum bemühen den Spurlaut zu festigen.
Manchmal tritt der Spurlaut schon im Alter von 6-7 Monaten auf, welches man als früh ansehen kann. In der Regel zeigt der ESS den ersten Spurlaut im Alter von um 1 Jahr.
Hier heißt es für den Hundeführer sich in Geduld zu üben, und somit wird ein ESS nicht so eine frühe Prüfungskarriere wie ein Vorstehhund absolvieren.
Nicht jeder ESS-Führer braucht unbedingt einen spurlauten Jagdhund für sein Revier und wird auch mit einem stummen bzw. sichtlauten Spaniel glücklich. Es kommt eben immer auf das Revier und das Einsatzgebiet an. Arbeitet der ESS in einem Waldrevier und nimmt viel an Drückjagden teil ist der Spurlaut von Vorteil. Der ESS zeigt teilweise auch Fährtenlaut.
Für die Nachsuchen ist der Spaniel prädestiniert und bei der Wasserarbeit zeigt er die Wasserpassion eines Retrievers.

ESS Ente 1

Springfield’s Anais Nin                                                                                                    Foto: Claudia Jäger

Die Ausbildung sollte auf das feinfühlige Wesen des ESS abgestimmt werden, und ein Hundeführer mit Sensibilität und viel Vertrauen in seinen Spaniel wird dann einen brillianten Kameraden an seiner Seite haben. Denn dieser Hund liebt es zu gefallen, lernt sehr schnell und dankt es mit passioniertem Einsatz und hervorragendem “Will to please”. Die hohe Arbeitsintelligenz und Leistungsfähigkeit des Springers ist beeindruckend.
Rauhe Abrichtungsmethoden nimmt er hingegen sehr übel, doch wie bei allen Hunderassen ist Konsequenz in der Ausbildung mit positiver Motivation der beste Lehrmeister.

Anke Lange

ESS Kaninchen 2

Henry of the Three Colour Kennel                                                                                          Foto: Ute Ergun

ESS Ente 2

Wild Hunter’s Enormous Emiliy                                                                                          Foto: Anke Lange


  Letzte Aktualisierung
      09 April, 2019

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