Fortbildungsveranstaltung am 05. September 2026
Das Dörfchen Löwenbruch im Landkreis Teltow-Fläming, direkt an den südlichen Toren Berlins hat Tradition in unserer Landesgruppe. Mittlerweile seit Jahrzehnten treffen sich Spaniel-Liebhaber immer wieder auf dem Gelände oder in den Räumen im Landhotel Löwenbruch – sei es, um dort die Schönheit ihrer Hunde zu zeigen, Hunde zur Zucht zuzulassen, Mitgliederversammlungen der Landesgruppe abzuhalten oder -wie auch an diesem 05. September- um sein Wissen auf einer Fortbildungsveranstaltung auf den neusten Stand zu bringen.
Vielen Dank zunächst an den Landesgruppenvorstand und vor allem an unsere Landesgruppenzuchtwartin Barbara Ollick, für diese jährlich so zuverlässig und beharrlich organisierte Möglichkeit, sich zu treffen, zu plaudern, zu schlemmen aber eben vor allem auch etwas um das Thema Hund im „Wissenskörbchen“ wieder mit nach Hause zu nehmen. Dass die Veranstaltung dann auch noch thematisch so gestaltet ist, dass Züchter sie als Fortbildungsveranstaltung anerkannt bekommen, ist dann das Sahnehäubchen. Alles gute Gründe also, warum sich auch in diesem Jahr eine illustre Runde vorwiegend aus der Landesgruppe versammelte. Gäste aus Mecklenburg Vorpommern und aus dem Rheinland waren ebenfalls angereist.
Und worum ging es? In seiner herzlichen eloquenten Art referierte Dr. med. vet. Ingo Schäfer (Fa. LABOKLIN) über „Vektorübertragene Erreger in der Zucht und im täglichen Leben unserer Hunde“. Die Vektoren, um die es hier ging, kennen alle, nämlich Mücken und vor allem Zecken. Die stechen (nicht beißen!) Hund und Mensch auch ohne lange Berechnung und wie man lernen konnte immer häufiger und als Zecke auch ganzjährig. Dabei übertragen sie eine ganze Menge an Erkrankungen, die unseren Hunden, oft auch uns Menschen erheblich zusetzen können. Das Thema bot die Möglichkeit, sich im ersten Teil –vor Soljanka, belegten Brötchen und Blechkuchen- mit diesen Krankheitsüberträgern (Vektoren eben), ihrer ausgeklügelten Biologie (ich fand ja die Sandmücken am faszinierendsten) und ihrem umweltabhängigen Vorkommen zu beschäftigen. Mit gefüllten Bauch kam dann dennoch keine Müdigkeit
auf, denn der erfahrene Referent hatte für den zweiten Teil, in dem es dann um die übertragbaren Erkrankungen (Leishmaniose, Anaplasmose, Babesiose und noch einige andere) ging, eindrückliche Fallbeispiele aus seinem tierärztlichen und forscherischen Alltag mitgebracht. Krankheitsbilder, Diagnostik und Behandlung waren sehr verständlich und kurzweilig aufbereitet: solche Parasitologievorlesungen hätte ich mir im eigenen Medizinstudium gewünscht!
Mit vielen beeindruckenden Bildern einschließlich Gruselfaktor beim Thema Hautwurm im Gepäck konnte man so nach gut 4 Stunden den Heimweg antreten, wieder eine Erinnerung an Löwenbruch reicher.
Auf bald und mit den besten Wünschen für Hunde, Frauchen und Herrchen aus der Landesgruppe Berlin-Brandenburg,
Ihr Dr. Peter Rauh