Die unterschätzte Gefahr Von Birgit Wachtel

Die unterschätzte Gefahr

Von Birgit Wachtel

Heute möchte ich mich mit einem nicht rein jagdlichen Thema zu Wortmelden, denn es kann immer, Jedem und überall passieren.

Im vergangenen Jahr lagen Glück und Unglück bei uns sehr dicht beieinander.

Zeckenschutz stand bei uns nie in Frage. Allerdings muss ich sagen, dass ich in den Zeiten, in denen im Allgemeinen nicht mit Zecken zu rechnen ist, auch mal auf natürliche Produkte zurückgegriffen habe.

Das das „schiefgehen“ kann, haben wir dann zu spüren bekommen.

Was war passiert? An einem Morgen zeigte sich Etzel schlapp und müde. OK, das kann bei einem Senior schon mal vorkommen. Als sich sein Zustand aber im Laufe des Tages nicht besserte, habe ich unsere Tierärztin kontaktiert. Wir sollten sofort vorbeikommen. Nach einem ersten Checkup und einen Blick auf die Schleimhäute gab es einen ersten Verdacht, der durch das sofortige, in der Praxis durchgeführte und ausgewertete, Blutbild bestätigte: Babesiose auch Hundemalaria genannt. Die schnelle Diagnose und damit verbundene Injektion von Carbesia konnte Schlimmeres verhindern.

Am nächsten Tag war Etzel wie ausgewechselt und es ging ihm wieder gut. Einer inneren Eingebung folgend, habe ich auch Ilka testen lassen. Obwohl sie keinerlei Anzeichen hatte, wurden auch in Ihrem Blutbild Babesien nachgewiesen und sogar mehr als bei Etzel. Die auch bei ihr sofort eingeleitete Behandlung mit Carbesia hat auch bei Ihr schnell angeschlagen. Nach 2 Wochen bekamen Beide eine Wiederholungsinjektion und zum Glück haben Beide diese Erkrankung ohne Nachwirkungen überstanden. Wir sind sehr glücklich darüber, da die stetig steigenden Fallzahlen von Babesiose zeigen, dass sie sehr oft, trotz intensiver Behandlung, zum Tod des Hundes führt. In der Praxis unserer Tierärztin kommt es mit der Weile zu mehreren Fällen in einer Woche rund ums Jahr.

Ich erneuere jetzt regelmäßig alle 6 Wochen den Zeckenschutz, damit wir unser Glück nicht weiter herausfordern.

Ich kann nur empfehlen, seid wachsam und handelt, bevor es zu spät ist. Wie zu Beginn schon geschrieben, es kann immer und überall passieren.

Symptome: allgemeine Schlappheit, blasse Schleimhäute, meist hohes Fieber, unklare Symptome, uvm. Alles kann, Nichts muss.

Fakt ist, je schneller der betroffene Hund in Behandlung kommt, desto größer die Chancen.

 

Zurück