9 Spanielrassen...
nur vom JAGDSPANIEL-KLUB E. V.

JSPK
Mitglied im VDH/FCI/JGHV

Hinweis:
einige unserer Seiten benötigen den Flash-Player.
Diesen können Sie sich hier kostenlos herunterladen.

 


Kauf eines Welpen

    Wer einen Spaniel erwerben will, muss sich darüber im klaren sein, dass er einen Hund bekommt, der ursprünglich ausschließlich als Jagdhund gezüchtet und gehalten wurde und deshalb viel Bewegung und Beschäftigung braucht.

    Nicht der vorhandene Wohnraum ist für die Anschaffung eines Spaniels entscheidend – die Wohnung soll nicht Auslauffläche sein – sondern der persönliche Kontakt, das Leben mit dem Hund und die Bereitschaft, seinem Bewegungsdrang täglich nachzukommen.

    Was der Welpenkäufer beachten sollte:
    (Diese Aufzählung ist sicherlich nicht vollständig und nur als kleine Hilfe gedacht)

  • Überzeugen Sie sich vor dem Welpenkauf von der artgerechten Haltung der in der Zuchtstätte gehaltenen Hunde
  • Beobachten Sie den Umgang des Züchters mit seinen Hunden
  • Achten Sie auf das Verhalten der Hunde ihrem Züchter gegenüber
  • Achten Sie auf die Unbefangenheit der Welpen (ein zurückhaltender Hund muss aber nicht unbedingt einen Wesensfehler haben)
  • Lassen Sie sich vom Züchter Fragen zu Ihrer Person, Ihren Vorstellungen und Wünschen gefallen.
  • Der Züchter muss bereit sein, Ihnen auch nach dem Kauf des Welpen zu helfen und Sie zu beraten,
    u.a. beim Zurechtmachen des Hundes.
  • Was der Welpenkäufer aber nicht nur beachten, sondern ganz genau überdenken sollte:
    Wer sich zum Kauf eines Hundes entschlossen hat, muss alle Konsequenzen vorher überlegen und sich der Verantwortung bewusst sein, die er für ein Lebewesen übernimmt.

 

Aufzucht – Ein Welpe kommt ins Haus

    Im Haus ist alles vorbereitet, wir haben einen Korb mit waschbarer Einlage, Spielzeug und Kauknochen. Von der Entfernung zum Züchter her ist es häufig nicht möglich, früh am Tag den Welpen abzuholen, aber wenn möglich, sollte die erste Begegnung mit dem neuen Zuhause nicht sofort enden mit dem Problem, dass er "ins Bett" muss. Der Welpe sollte Gelegenheit haben, seine Umgebung zu erkunden, er ist von Natur aus neugierig, aber viele Eindrücke machen ihn auch müde, und er ist leichter zum Schlafen zu kriegen. Und damit sind wir bei der Frage: Wo schläft der Hund?
    Das Schlafzimmer und eventuell gar das Bett werden von vielen empört abgelehnt, sicherlich mit Berechtigung (obwohl mehr Hunde als man denkt, ihren Platz im Bett behaupten), doch der Welpe, der aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wurde, fühlt sich unglaublich einsam, und er weint nicht aus Ungezogenheit, sondern weil er sich verlassen fühlt. Ein Kompromiss könnte sein: In den ersten Tagen schlägt der Besitzer sein Nachtlager beim Welpen auf oder stellt dessen Körbchen vor das Bett, und wenn der Welpe sich heimisch fühlt und Vertrauen gewonnen hat, ist es meistens ein Leichtes, ihm seinen Platz zuzuweisen.

    Wie ein menschliches Baby braucht der Welpe seinen geregelten Tagesablauf; die Mahlzeiten sollte er immer ungefähr zur selben Zeit erhalten, er sollte Gelegenheit haben, sich auszutoben, möglichst ohne Leine, weil er noch nicht leinenführig sein kann, und man so das Zerren an der Leine gar nicht erst provoziert. Dieses Umschiffen vorhersehbarer Schwierigkeiten muss unser Verhalten bestimmen.

    Nach dem Fressen und nach dem Spielen muss der Welpen rausgesetzt werden, damit er sein Geschäft erledigen kann, hat er es vollbracht, wird er gelobt und möglichst unverzüglich wieder ins Haus gebracht, damit er sich einprägt, "zu diesem Zweck bin ich nach draußen gebracht worden". Nach dem Schlafen – ein Welpe braucht auch tagsüber Ruhephasen – wiederholt sich die Prozedur. Passiert ein Malheur im Haus, nimmt man den Kleinen und setzt ihn raus, an den ihm bekannten Platz. Strafen wäre absolut falsch, denn häufig ist es unser Versagen, wir haben ihn nicht im Auge gehabt. Fühlt sich der Welpe zu Hause, kann man ihn schon einmal leicht im Genick packen, aber nur, wenn wir ihn in flagranti erwischt haben.

    Das gilt auch für das Stehlen. Lassen wir einen Hund mit Essbarem allein im Zimmer, müssen wir uns nicht wundern, dass es verschlungen ist, wenn wir wiederkommen. Strafen hat jetzt keinen Sinn, ein Hund kann nur Tat mit Strafe verknüpfen, aber dass er einen Zustand herbeigeführt hat, begreift er nicht.

    Ist der kleine Hund bei uns heimisch, beginnen wir mit Erziehungsübungen, die man spielerisch gestalten sollte, wir müssen ihn viel loben, die "Arbeit" muss dem Hund Spaß machen, doch ein Verhalten, das wir beim älteren Hund nicht wollen, dürfen wir auch jetzt nicht durchgehen lassen. Hat er Unsinn vor, lenken wir ihn ab.

    Die Jugendzeit der Spaniels sollte man nutzen zur Vermittlung von Verhaltensmustern, denn sie sind bereit zu lernen und überaus willig, weil sie uns gefallen wollen, aber wir sollten keinen übertriebenen Ehrgeiz entwickeln, es muss für uns die Devise gelten, die ein bekannter Jagdhundführer formulierte:
     "Lasst sie Kinder sein".
     


  Letzte Aktualisierung
       04 Januar, 2017

Fragen, Anregungen?

Mitgliedschaft

Redaktion

Impressum

Copyright © 2015 Jagdspaniel-Klub e. V. / Verwenden von Inhalten nur mit Genehmigung