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SZS Karlsruhe am 03.12.2006
Schau mit Hindernissen: am Freitag, 01.12.2006, morgens gegen 09.00 Uhr erreicht mich der Anruf, dass Frau Dietz, die als Schauleiterin für die Bezirkszuchtschau und die Spezialzuchtschau in Karlsruhe tätig sein sollte, mit hohem Fieber im Bett liegt. Es war klar, dass sie bis Sonntag keinesfalls auf den Beinen sein wird. Also musste schnell gehandelt werden. Herr Dietz erklärte sich bereit – obwohl selbst nicht ganz gesund – am Samstag die Halle her zu richten, also den Ring aufzubauen, den Weihnachtsschmuck anzubringen usw. und auch die Bezirkszuchtschau durchzuziehen. Zumal bis dato nur 1 Hund gemeldet und nicht mit einem großen Ansturm zu rechnen war. Der Begrüßungsabend wurde abgesagt; Frau Michelbach erklärte sich spontan bereit, am Samstag zu helfen und auch Frau Scriba zu betreuen.
Für den Sonntag war klar, dass ich doch einspringen musste. Am Samstagmittag ereilte mich dann noch die Nachricht, dass auch die Ringsekretärin wegen Krankheit ausfiel. Jetzt durfte nichts mehr dazu kommen an schlechten Nachrichten! Also fungierte ich als Schauleiterin und gleichzeitig auch als Ringsekretärin, Frau Hohenhaus war sofort bereit, nach der Einlasskontrolle mir im Ring als Helferin zur Verfügung zu stehen. Herr Dietz übernahm den Ringordner – wie geplant.
Gut war, dass ich in den Tagen zuvor engen Kontakt mit Frau Dietz gehalten hatte und sie mir die Schaudaten bereits geschickt hatte. Aber wie das dann so ist, der Teufel liegt im Detail. Eine falsche Meldung – ein Rüde wurde als Hündin gemeldet - ; mein PC erkannte aufgrund der neueren Software bzw. der Software mit viel mehr installierten Daten sofort, dass diese Hündin ein Rüde war und sortierte die Katalognummern zwar korrekt, aber eben doch nicht so wie im ausgegebenen Katalog veröffentlicht. Auch stimmten dadurch die von mir bzw. Frau Dietz ausgedruckten Organisationshilfen nicht überein. Bemerkt wurde dies natürlich erst, als der Aufruf für eine bestimmte Startnummer nicht mit der im PC übereinstimmte. Guter Rat war teuer, zumal, ehrlich gesagt, ich auch noch nicht 100%ig fit bin in der Handhabung des Show-Assistenten.
Gott sei Dank war Dr. Ijewski zur Stelle und nach einer 10-minütigen Schauunterbrechung war alles im Lot. Innerlich war mir aber doch dann ziemlich mulmig, weil ich nicht wusste, ob nicht noch so eine Überraschung auf uns alle wartete. Aber Gott sei Dank lief es von da an wie am Schnürchen, die Aussteller zeigten viel Verständnis, waren pünktlich im Ring, und so war dann doch die Entspannung deutlich spürbar. Wie Frau Scriba – für Ihr Kommen und Ihr Verständnis für die Veränderungen samstags und sonntags vielen Dank - mir gegenüber später bemerkte, habe sie von meiner Nervosität überhaupt nichts bemerkt. Auch gut.
Leider war die Meldezahl nicht gerade berauschend. 39 Spaniels sind zu wenig, um auch diese nicht allzu große Halle zu füllen und für eine gute Atmosphäre zu sorgen, wie das in den vergangenen 2 Jahren der Fall war. Aller weihnachtlicher Schmuck, der Duft nach Glühwein und selbst gebackenen Plätzchen (Frau Dietz) und Stollen (Frau Sauer) half nicht über die „Leere“ hinweg. Als Zuchtschaureferentin der LG Baden-Württemberg bin ich da schon ein wenig traurig darüber; waren es doch die Mitglieder der LG, die vor Jahren unbedingt eine Bezirkszuchtschau und eine Spezialzuchtschau am Jahresende an einem gut erreichbaren Ort haben wollten. Und wo waren diese Mitglieder? Wären da nicht zwei, drei treue Mitglieder der LG und dann unsere Schweizer Freunde (immerhin 25 % der gemeldeten und ausgestellten Spaniels) gewesen, hätte es mit den anderen Ausstellern (auch diesen danke ich für Ihre Meldungen und hoffe auf ihr Wiederkommen), mehr als traurig ausgesehen. Bedenken muss man schon, dass so eine Ausstellung im Vorfeld nicht nur sehr viel Arbeit macht, sondern auch massive Kosten verursacht, die im Grunde genommen nur durch entsprechende Meldezahlen ausgeglichen werden können. Aber nun genug mit dem Gemeckere…
Ganz erfreulich war das Juniorhandling außer Konkurrenz. Was uns da die kleine 4 ½-jährige Katja Artmann mit ihrer Springerhündin gezeigt hat, war großartiges Handling!! Kind und Hund waren eine Einheit – es war wunderbar anzuschauen, wie die beiden miteinander im Ring rannten(!).
BIS wurde eine Clumber-Hündin aus der Schweiz, die genau den Standard verkörperte, den man heute von einem Clumber verlangt.
Allen Ausstellern sei nochmals recht herzlich gratuliert und Danke gesagt für Ihr Kommen.
Bedanken möchte ich mich bei Herrn Dietz, bei Frau Michelbach und Frau Hohenhaus für ihre spontane Hilfe über ihren eigentlich vorgesehenen Einsatz hinaus. Ohne sie alle wäre die ordentliche Durchführung an beiden Tagen nicht möglich gewesen. Danke.
Ihnen allen frohe Festtage und alles Gute im neuen Jahr und ich hoffe, Sie, die Sie die Zeilen lesen, auf unseren Schauen in Baden-Württemberg begrüßen zu können.
Ihre Birgit Sauer
Fotos: Frau Birgit Sauer
Anmerkung: Alle o.g. Angaben sind ohne Gewähr. Die offiziellen Zuchtschaudaten finden Sie nach Erstellung, Kontrolle und Freigabe auf der Homepage für die Zuchtschaudaten.
Die Redaktion
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