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Aufregende Zeiten für Newcomer ... auf der SZS Frankfurt am 24.02.2008... oder früh übt sich ...
Als Tochter einer berühmten Mutter hat man es nicht leicht, wirklich nicht! Man ist großen Erwartungen ausgesetzt, steht dauernd unter Beobachtung und muss viel lernen. Aber vielleicht sollte ich von vorne beginnen:
Als Kleinste von insgesamt 6 Cocker Welpen kam ich am 05. März 07 auf die Welt - und schon von Anfang an wurde ich immer wieder sehr kritisch von meinem Züchterfrauchen beäugt. Ich war aber auch ein Wunschkind und sehnlichst von meinem zukünftigen Frauchen erwartet. Dass die Wahl tatsächlich auf mich fiel - nun, mein Frauchen hat eben Geschmack und so gab mich meine Züchterin ganz, ganz schweren Herzens her. Mein neues Frauchen versprach dann auch, dass sie mich ausstellen würde, sollte ich dafür geeignet sein - sie kannte mich da noch nicht so gut! Ich lernte also erst einmal all das, was für ein anständiges Hundemädchen unerlässlich ist - zuerst in der Welpengruppe und dann in der Hundeschule (wo ich immer wieder als leuchtendes Beispiel hingestellt werde!). In der Zwischenzeit wuchsen meine Haare - ich sah zeitweise doch etwas sehr lustig aus. Und dann kam der Tag, an dem die Haarpracht fallen sollte. Frauchen hatte schon immer feste gekämmt und nun, meinte meine Züchterin, wollten wir doch mal sehen, was unter dem ganzen Haar steckt. Ich wurde also ganz besonders intensiv gekämmt und gebürstet, an mir wurde herumgezupft und geziept ... und dann waren meine zwei Frauchen begeistert: ich wäre so schön - man müsste mich also nun wirklich ausstellen! Das, was ich schon als Baby gelernt hatte, nämlich mich ordentlich hinzustellen, wurde vertieft und ich musste nun auch den “Catwalk für Cockermädchen” lernen, d. h. wie ein Cocker eben im Ausstellungsring laufen sollte. Unter der Anleitung meiner Züchterin lernten mein Frauchen und ich wie wir uns im Ring zu benehmen bzw. zu laufen hatten, mit erhobenem Kopf, nicht hüpfend und springend, mit wackelndem Schwänzchen (richtig heißt das “Rutenspiel”). Und wie toll wir das lernten! Nach einem erneuten Friseurtermin stand fest: ich sollte auf der SZS Frankfurt das erste Mal ausgestellt werden (und zum “Händchenhalten” und Daumendrücken würde meine Mama mitkommen). Ein paar Tage vor dem großen Ereignis wurde ich gebadet und vom Züchterfrauchen gestylt, wir übten noch ein paar Runden und verabredeten zum guten Schluss, dass wir (Herrchen, die beiden Frauchen und ich) uns in Frankfurt am Sonntag morgen treffen würden. Zu guter Letzt bekam ich noch auf die Schnelle ein sehr schönes “Reisebett”, sollte ich es auf der Schau doch auch bequem haben.
Sonntag früh - Herrchen hätte so gerne noch geschlafen - aber nein: Aufstehen! Auf der Fahrt nach Frankfurt sahen wir auf der Autobahn vor uns einen silberfarbenen Golf - sollte das etwa ...? Klar doch, da saß meine Mama drin und wir fuhren dann eben im Konvoi. Hätten wir es so geplant, es hätte bestimmt nicht geklappt. In Frankfurt (bzw. vor der Stadthalle Bergen-Enkheim) Auto ausladen, Impfpass bereit halten, den Tierarzt anlächeln ... und wir waren in der Halle. So viele Spaniels ... ich war echt beeindruckt. Und alle benahmen sich sehr gesittet. Ganz allmählich wurde es meinem Frauchen und mir doch etwas mulmig. So viel Konkurrenz ... so viele schöne Hunde ... und ich mitten drin, als “Frischling”, ob das mal gut geht? Frauchen meinte auch noch, ich müsse ja wohl unbedingt mal müssen bevor ich in den Ring ginge - konnte ich aber vor lauter Aufregung nicht.
Dann kam schon der große Moment: Mehrfarbige Cocker Hündinnen Jugendklasse - und ich gleich als erste .
Nun konnte ich zeigen, was ich gelernt hatte. Ich stand ganz brav auf dem Tisch, lächelte die Richterin an, zeigte meine Zähne - wie sich das gehört - lief sehr schön ein-, zweimal im Kreis, einmal im Kommen, einmal im Gehen und dann wieder Stehen. Aber auch die anderen Cockermädchen machten es sehr gut und sahen ebenfalls wunderschön aus - es war aufregend, die Entscheidung würde nicht leicht sein. Noch mal stehen, noch mal laufen - Frauchen kriegte nasse Hände und meine Züchterin konnte schon fast nicht mehr hinschauen - dann war die Entscheidung gefallen: Ich stand ganz vorne mit Vorzüglich 1 und Frauchen, Herrchen und Züchterin freuten sich riesig - hatten die etwa an mir gezweifelt? Zu guter Letzt bekam ich noch das Jgd.CAC Res.
Und meine Mama? Die war natürlich mal wieder nicht zu bremsen und lief und lief und lief .... bis zum BIS.
Das war nun also meine erste Ausstellung. Es hat mir und meinem Frauchen viel Spaß gemacht, war es doch auch sehr schön in Frankfurt mit tollen Leckerchen für mich, einer super Verpflegung für Herrchen und Frauchen durch die BG Frankfurt, einem sehr engagierten Schauleiter, der sich mit seinen beiden Ringteams ganz viel Mühe gemacht hatte, zwei sehr netten Richterinnen und nicht zuletzt einer tollen Stimmung.
Eines kann ich Euch versprechen - Das war nicht meine letzte Ausstellung - ich komme wieder!
Eure Tiwa´s Bashira
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